USP <787>: Subvisible Partikel in therapeutischen Proteininjektionen

Das USP-Kapitel <787> über subvisible Partikel in therapeutischen Proteininjektionen wurde am 1. August 2014 offiziell veröffentlicht und bietet spezifische Richtlinien für Formulierungen auf Proteinbasis. Das Kapitel <787> entstand als Reaktion auf die beschränkte Nützlichkeit der USP für therapeutische Proteine und bietet einen Untersuchungsrahmen für kleinere Mengen zur Bestimmung eiweißhaltiger Partikel und der immunologischen Auswirkungen einer Partikellast von unter 10 µm.

Anwendung und Geltungsbereich

USP <787> verlangt von Herstellern von pharmazeutischen und biopharmazeutischen Injektionen und Infusionen die Einhaltung strenger Regeln im Hinblick auf die vorhandene Partikelmenge in medikamentösen Endprodukten. Die Verordnung konzentriert sich speziell auf die Entwicklung kostenintensiverer Proteinformulierungen und die einzigartigen Herausforderungen, die der Produktion von Arzneimitteln auf Proteinbasis innewohnen.

  • Gilt speziell für Arzneimittel auf Proteinbasis (nicht alle Formen von Injektionslösungen)
  • Analyse von Enddosis und Verpackung
  • Kleinere Testproduktmengen
  • Kleinere Testaliquoten
  • Definition einer „inhärenten“ Form von Partikeln
  • Beschreibung von Vorbereitungs- und Testmethoden
  • Definition von oberen Grenzwerten für Partikellast

Obwohl sich USP <787> ausschließlich auf Formulierungen auf Proteinbasis konzentriert, gibt es einige Ähnlichkeiten zwischen USP <787> und USP <788> (Partikel in Injektionen):

  • Primäres Verfahren: Lichtabschattung1
  • Sekundäres Verfahren: Lichtmikroskopie
  • Mindestzahl an Aliquoten = 4
  • Schwellenwerte für Partikelgröße: > 10 und > 25 µm
  • Partikelgrenzwerte:
    • SVI: 6.000 und 600 pro Behälter
    • LVI (> 100 ml): 25 und 3 pro ml*

*Größere Testmengen müssen auch einen Behältertest bestehen: Nicht mehr als 6.000 Stk. zu 10 Mikrometer und nicht mehr als 600 Stk. zu 25 Mikrometer.

1 Sollte das primäre Verfahren nicht geeignet sein (z. B. bei Zubereitungen mit geringerer Klarheit oder erhöhter Viskosität), muss eine mikroskopische Partikelzählung vorgenommen werden.